Transsib 2018 – Skandinavienkai, Travemünde

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Edward Hopper hätte seine Freude an den trostlosen Nighthawks gehabt, die in der neonhellen Abfertigungshalle am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde aufs nächste Schiff warten. Aus der Cafeteria quillt der ölige Duft nach Pommes & Schnitzel, das dünne Fassbier fliesst in Strömen, bis die polnische Servicekraft die Bude um 22 Uhr schliesst. Das ist früh, wenn man bedenkt, dass unser Schiff erst um vier Uhr morgens ablegt. Da bleibt dann nur noch der Schnapsladen, aus dem Bier und Wodka, Wasser und Likörchen gleich palettenweise hinausgeschleppt werden.
Der feiste Trucker am Nebentisch gönnt sich nach den Pommes eine Tafel Schokolade, dann noch eine. Die junge Mutter versucht, ihre quengeligen Kinder bei Laune zu halten. Eine Bikertruppe aus Schweden lässt den Schnaps kreisen. Warten aufs Schiff. Die „Finnstar“ läuft verspätet ein – viel Wind über der Ostsee.

 

Wir sitzen neben unseren Trolleys und den maximal gepackten Rucksäcken und haben die erste Strecke per Zug schon hinter uns. Kleiner Rückblick: 70 von geschätzten noch vor uns liegenden 15 000 Kilometern auf Schienen sind geschafft. Hamburg Hauptbahnhof – Lübeck Hauptbahnhof. Lübeck Hauptbahnhof – Travemünde Skandinavienkai Terminal. Dort entliess uns der Zug erst einmal in die Finsternis. Und dann? Zum Glück ein kleines Licht: Zwei scheue, kleine Jungs beugten sich über ein Smartphone. Der eine hatte Angst, der andere Ahnung. Er zeigte uns den unbeleuchteten Weg. Mit Sack und Pack und mutterseelenallein durch den Fussgängertunnel unterm Bahnhof, dann eine Station mit dem Bus bis zum Terminal. Wir konnten den Kai sehen, aber zu Fuss gibt es keinen Zugang aus dem tristen, dunklen Industrieviertel zum Hafenhaus. Was haben wir bloss in Trolley und Rucksack? Baggersteine?

 

Nun also die grosse Wartehalle in pintoresker Gesellschaft. Es ist kurz nach neun. Beim Check-in der Finnlines war absolut nichts los. Unser Schiff heisst „Finnstar“ und ist in erster Linie ein Frachtschiff und noch lange nicht da. Wir gehören in die kleine Gruppe der Passagiere. Anders als im Hochsommer ist im Moment nicht sonderlich viel los. Wir checken ein: Zwei Kärtchen als Kabinenschlüssel, zwei weitere als Legitimation für die Verpflegung, ein Restaurantplan mit dem Tisch, der während der ganzen Tour der unsere ist (134) und viel, viel Zeit. Drei, vier Stunden, bevor wir an Bord gehen können. Wir entscheiden uns trotzdem für die Wartesaal-Tristesse. Nighthawks eben…

Irgendwann ist auch der letzte Mitreisende beobachtet, der letzte Schluck Bier getrunken. Kurz vor Mitternacht bremst ein Mini-Shuttlebus, der uns und eine Handvoll Zu-Fuss-Reisender – hier ist man mit Lastwagen, Wohnmobil, Auto oder mindestens Motorrad an Bord – direkt ins Schiff zum Fahrstuhl fährt. Der Stewart an der Rezeption schickt uns sofort in die Kneipe auf Deck 11. Das Schiff muss noch aufgeklart, also geputzt, werden. Die Bar ist offen, die Augen nur noch knapp. Kleiner Rundgang, dann die Durchsage auf Finnisch, Englisch und Deutsch; Deck 7 ist nun bezugsfertig. Da wohnen wir natürlich nicht. Auf den Decks 8 und 9 ist die Putzkolonne noch aktiv. Also weiter warten. Wir sind fast zu müde für den ersten Blick übers Deck, aber die Beladung unseres Schiffes unter Flutlicht ist allerdings ein Schauspiel. Ein kurzes, wir sind zu müde.

 

Eine Stunde, je einen Drambuie und einen Grand Marnier später ist auch Deck 8 bezugsfertig. Wir beziehen die Aussenkabine 8015 – sehr geräumig, grosses Fenster, schiffsmässig reduzierte Einrichtung, alles bestens. Im winzigen Fernseher warnt CNN vor Hurrikan Florence, der vor dem Landfall in den Carolinas steht. Da wollen wir ja mal gerade nicht hin. Unser Weg geht ganz nach Osten. Der bösartige Taifun Mangkhut, der gerade die Philippinen trifft, liegt da schon eher in unserer Richtung. Es ist gleich halb drei Ortszeit; an Bord gilt finnische Zeit, also ist es eine Stunde später. Das kümmert uns alles nicht. Schon lange vor dem für vier Uhr früh geplanten Ablegen schlafen wir tief und fest.

 

A las 19:04 en punto salió nuestro tren de Hamburgo a Lübeck , casi vacío a esa hora. En Lübeck 15 minutos más tarde salía nuestro tren regional hasta Travemünde. El tren nos deja en una estación oscura y desolada, ¿y ahora qué hacemos? nos preguntamos. Con nuestro equipaje, una maleta con ruedas y una mochila cada uno, caminamos un trecho y encontramos a dos chicos con sus handys , uno tiene miedo o es tímido, el otro más despierto nos explica exactamente donde está la parada del bus que necesitamos. El bus llegó 5 minutos más tarde y después de solo una parada nos dejo en el Skandinavienkai, el puerto en medio de una zona industrial de donde salen los ferrys hacia distintos destinos en Escandinavia. La mayoría llevan camiones, acoplados con contenedores y pasajeros también.
En la recepción de Finnlines, nos explican que el barco o ferry, en el que nosotros viajaremos, el Finnstar, tiene retraso y va a arribar a cerca de las 22 horas y nuestro check-in recién será a las 23:30. Nos entregan una tarjeta que es también la llave de la cabina en el barco y otra tarjeta para cuando tengamos que desayunar o comer en el mismo, con la mesa reservada para todo el viaje.
En el edificio del puerto solo hay un bar con una pequeña cantina en donde podemos comer algo y tomarnos unas cervezas, mientras hacemos la larga espera. También hay un local de venta de bebidas alcohólicas, muy concurrido porque en Escandinavia las bebidas son mucho más caras.
Cerca de las 24 horas, nos vienen a buscar para llevarnos hasta el barco, somos solo un puñado de pasajeros los que viajamos de está forma, la mayoría son los pasajeros de autos, casas rodantes o los conductores de camiones que entran directamente.
Por ascensor llegamos a la cubierta 11, donde está el bar y debemos esperar a que nuestra cabina este limpia y preparada. Tomamos algo mientras esperamos y recorremos un poco la cubierta. Desde la cubierta exterior podemos ver hacia abajo, cómo acomodan los acoplados con contenedores, que son luego recogidos por los camiones en el puerto.
Por los altoparlantes informan que la cubierta 7 ya está terminada y se puede ocupar, las cubiertas 8 y 9 beben esperar. Nosotros estamos en la cubierta 8🙁
Recién pasadas las dos de la mañana, podemos ocupar nuestra cabina, la numero 8015, muy cómoda, amplia con una pequeño tv, con canales de Finlandia, Alemania y además CNN.
El ferry o barco va a zarpar a las 3 de la mañana pero como a bordo tienen hora de Finlandia será a las 4 de la mañana. Para nosotros es igual porque estábamos tan cansados que nos dormimos enseguida y cuando despertamos estábamos en pleno viaje por el mar Báltico

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