Rom – Rugby und moderne Kunst

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Auffällig viele Italiener sprechen inzwischen auffällig gut englisch. Darum trauen wir ihnen heute auch mal ein englisches Frühstück zu. Juan bestellt eggs & bacon. Das Rührei ist einfach nur rührend, was mit dem Bacon genau geschehen ist, lässt sich in unserer Generation nicht mehr rekonstruieren. Auch der in Öl getränkte Toast und die weiße Masse, die wohl Käse darstellt – Schwamm drüber. So doof sind wir genau einmal… Ich bin nur deshalb mit einem blauen Auge davongekommen, weil ich mich eher zufällig an caffè e cornetto gehalten habe.
 
 
Heute ist uns nach leichtem Schonprogramm, deshalb nehmen wir Bus 280, der sich den Tiber Richtung Norden zum Olympiastadion schlängelt. Die Kiste ist knallvoll mit italienischen Rugby-Fans, die sich für die bevorstehende Partie gegen Schottland im Six Nations Cup schon mal mit Bier die Kante geben.
Je näher wir dem Stadion kommen, desto mehr Schotten im Rock säumen die Straße. Die Jungs im Bus brabbeln noch irgendwas von ragazze im Rock, von denen sie sich niemals schlagen lassen würden. Aber die italienische Erfolgsbilanz im Rugby entspricht ungefähr der des HSV in der Bundesliga. Beide zeigen auch heute wieder, dass sie es einfach nicht können…
 
 
Während der Sport heult, machen wir in Kunst. Unser Ziel liegt sogar noch hinter dem Stadion: das MAXXI, Museum fuer moderne Kunst des 21. Jahrhunderts.
Der imposante Bau stammt noch aus der Feder der verstorbenen irakischen Stararchitektin Zaha Hadid. Zu sehen ist viel Architektur, moderne Kunst und vor allem Videoanimationen mit lautem Ton, die wir nicht mal im Groben verstehen… Dafür begeistert uns die Architektur des Hauses.
 
 
Von dort aus wollen wir raus aus Rom, verfransen und aber im öffentlichen Nahverkehr und lernen Plätze wie Kuba, Peru und Bologna kennen.
Sicherheitshalber fahren wir von dort mit der Metro zum Colosseum. Ganz, ganz schlau!
Natürlich ist Rom am Wochenende richtig voll. Und was will jeder sehen?
Mannomann, wir schlagen uns in die Seitenstraßen und klettern lieber einige Treppen hoch, als in der Menschenmasse unterzugehen. Gegen vier stehen wir mitten im Gässchengewirr hoch über dem Forum Augustum vor einer zauberhaften, ganz einfachen Trattoria, dem Ristorante da Mario.
Das gefällt uns auf Anhieb! Bruschetta, prosciutto und Melone, Pasta fuer mich und Lamm für Juan, danach hausgemachtes Tiramisu und Semifreddo mit bitterer Orangensauce – Leben wie Gott in Rom!
Vorbei an wunderbaren Ausgrabungen und vielen, vielen Menschen steigen wir an der Piazza Venezia in unsere Tram, kaufen noch schnell ein paar Dinge bei Conad ein und umgehen die Touristenscharen, weil wir in Trastevere inzwischen Schleichwege kennen. Der Plan: heute keinen Fuß mehr vor die Tür zu setzen.
 
 
 

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