Provence – immer wieder schön!

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Wir waren ja schon einige Male in der Provence. Trotzdem oder gerade deshalb kommt wohl nie Langeweile auf. Im Moment blühen die Mohnfelder, der Lavendel ächzt noch und braucht etwas  Zeit.

 

Gordes, Roussillon, Joucas – alles vertraute Orte, aber eben wie ein guter Kaschmirpullover: nie aus der Mode, immer kuschelig.

 

Das Häuschen, dass wir im Bois dormant gemietet haben, ist auf den ersten Blick nicht sonderlich komfortabel. Zwar ist das Schlafzimmer perfekt, aber die Wohnküche hat eher ungemütliche Stühle. Macht aber überhaupt nichts: Bequemeres gibt es auf der Terrasse und das holen wir hinein in die gute Stube. Weil das Wetter schön ist und trotz bedrohlichen Gewitterwolken gut mitspielt, ist die Terrasse sowieso der place to be. Es gibt hier Sesselchen zum Lesen, Stühle an einem höheren Tisch zum Essen. Und nebenan  einen Pool, der seit heute aufgedeckt ist. U, uns herum ein Wäldchen, Weinfelder, Kirschbaumplantagen. Was unsere Gastgeber machen? Wir haben überhaupt keine Ahnung, sehen nichts und niemanden.

 

Gestern wollten wir auf den Markt nach  Cavaillou. Entweder hat er nicht stattgefunden – oder wir waren einfach zu blöd, ihn zu finden. Jedenfalls war es ein schöner Ausflug in den Nordwesten, der uns völlig erschöpft in die Hütte zurückkehren liess.

 

Abends hatte ich ja Pflichten: Let‘s dance auf rtl. Kommentare live mit Schippchen via whatsapp. Juan hat derweil grandios thailändisch gekocht: viel frisches Gemüse, etwas Huhn und Reis. Wunderbar!

 

An diesem Sonnabend haben wir einen neuen Plan: Der Markt in der Altstadt von Apt ist berühmt, findet nur samstags von 8 bis 12:30 statt. Also Käffchen zuhause und los ins knapp 15 Kilometer entfernte Städtchen.

 

Was uns erwartet, übertrifft alle  Erwartungen bei weitem: einer der schönsten Märkte, die ich je gesehen habe. Es gibt Gemüse und Obst, Klamotten und Geschirr, Tischwäsche und Würste, Tand und Echtes. Was für ein Traum, der sich über die gesamte Altstadt erstreckt. Bemerkenswert das Konzept des riesigen, turbulenten Unternehmens: Neben professionellen Marktbeschickern stellt jeder, der irgendeinen Laden hat, seine Ware einfach vor die Tür. Das Ergebnis ist ein kunterbuntes Treiben, das neben Einheimischen auch viele Touristen anlockt. Hier und da gibt es dann auch ein Café. Wir bestellen zwei Kaffee und Croissants. Backwaren haben sie nicht, aber den Tipp, sich gegenüber einzudecken. Juan stiefelt los und kommt irgendwann tatsächlich wieder. Mit knackfrischen Croissants. In Hamburg wären wir mit Mitgebrachtem rausgeflogen.

Wir laufen endlos durch die Gassen, verschnaufen kurz in der Kathedrale, stöbern weiter und beobachten vor allem all die Menschen um uns herum. Der pure Genuss. Mir gefällt der Markt von Apt viel besser als zum  Beispiel der samstägliche in St. Tropez.

Es gibt hier alles, was es auch dort gibt, aber eben nicht so aufgesetzt und durchgestylt. Ein grandioser Vormittag! Erst als die ersten Marktkstände zugeklappt werden, gehen auch wir. Noch kurz zu Leclerc, weil wir Brühe und Wein brauchen. Heute abend gibt es in Gemüse geschmorte Hühnerbeine. Aber weil Leclerc eine so tolle Auswahl an Pasteten  und Terrinen hat, decken wir uns mit zwei Scheibchen ein. Lunch wie Gott in Frankreich, wenn man diesen Allgemeinplatz bitte mal wieder bemühen dürfte…

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