Neue Pfade

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Wären wir nicht solche Schlafmützen, hätten wir die kleinen Läden am Fischmarkt längst entdeckt. Aber weil wir morgens solange herumtrödeln, sehen wir nur noch die leeren Tische. Hier gibt es frischen Fisch – nun aber nicht mehr.

 

Dabei sind wir wieder mal ausgesprochen gut zu Fuss. Statt unserer normalen Rechtsroute gehen wir heute mal mal nach links. Was ist das denn? Drei Minuten von Zuhause entfernt stehen wir vor dem Restaurant „O Pinguim“. Die Kneipe sieht vielversprechend aus… Wir behalten sie sofort im Hinterkopf.

 

Aber erst einmal trödeln wir abwärts in die Stadt, frühstücken in einem der zahlreichen Cafés und laufen immer weiter. Im Fischereihafen beobachten wir Kormorane, die trotz des heftigen Windes auf Bojen festhalten. Unsere Freunde aus der Aussteigerliga sind mit ihren Wohnmobilen weitergezogen. Wir gucken noch ein bisschen, gehen dann aber langsam zurück. Den Weg zurück nach Hause kürzen wir ab: Statt wieder hochzukrabbeln, fahren wir mit Bus Nr. 4 für 1,20 pro Person. Zuhause igeln wie uns einen Moment ein. Aber wir haben Hunger!

 

Kurz vor Sonnenuntergang finden wir uns ordnungsgemäss im „Antonio“ ein – Zeit für einen Weisswein. Klar, dass wir nichts bei Pingo Doce fürs Abendessen einkaufen werden. Das haben wir gestern gemacht und es hat uns nicht sonderlich gefallen.

 

Probieren wir heute mal das “ O Pinguim“. Wir sind zu früh, wie uns eine entzückende Britin erzählt. Die Küche öffnet erst um sieben. Wir trollen uns nach Hause, gucken das unsägliche „Das“ und die Tagesschau. Ab zehn Uhr werden wir wissen, wie UK gewählt hat. 

 

Nach einer kleinen Pause fallen wir schliesslich ins „O Pinguim“ ein. Eine entzückende Waliserin nimmt unsere Bestellung auf: eine Flasche Hauswein, Sardinen und Spare ribs. Sie heisst so ähnlich wie Kienas, aber mit ll und y und einem Hauchlaut. Wie auch immer: das ist einmal eine tolle Kneipe! Das Essen ist ok, sie Gäste sind grossartig. Auf drei Bildschirmen läuft Fussball, jeweils eine andere Partie. Um uns herum sind nur Portugiesen, deren Leidenschaft fürs Fussball in einem kleinen „ähem“ endet. Grossartig! Diese Kneipe mit der entzückenden Waliserin hat Potenzial, unser Liebling zu werden!

 

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