Krakau, der Wawel und Leonardo da Vinci

Von den 160 Kirchen in Krakau kennen wir gefühlt 200… Trotz des schönen Wetters heute haben wir alles Barocke und Gotische, dazu jedes Stück Renaissance, das uns vors Auge kam, besichtigt. In vielen Kirchen ist das Fotografieren verboten; wir haben uns dran gehalten, weil wir sonst möglicherweise in die Hölle kämen.

Aber unser Hauptziel heute ist sowieso ein anderes: die Königliche Residenz auf dem Wawel.
Der Wawel ist die ehemalige Residenz der Könige von Polen. Natürlich gibt es auch hier zum Einstimmen gleich mal eine Kirche: die prachtvolle Kathedrale. Keine Fotos, wie überall im Innenbereich dieses festungsartigen Baus über der Weichsel. Dafür muss man überall Eintritt zahlen. In den Museen, in der Kathedrale, im Schloss. Dieses Schloss blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Anfang des 16. Jahrhunderts betraute der König Sigismund I. italienische Baumeister mit der Umgestaltung der bis dato rein gotischen Burg. Das Schloss, angelegt um einen fünfeckigen Hof, wurde zu einer der prächtigsten Residenzen in Europa, zum Sitz der mächtigen Jagiellonendynastie, deren Gebiet sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer erstreckte.

Der Innenhof ist großzügig und licht: Die Außenwände sind mit bunten Fresken bedeckt, Portale und Fensterumrahmungen schmückt in Stein gehauener Skulpturenschmuck, das Dach in Kupferblech getriebene Wasserspeier in Drachengestalt. Wir besuchen einfach alles, beginnen mit Museum Nr. 1: In den Repräsentationsräumen kann man einen Eindruck von der Macht der Könige bekommen. Groß angelegte Räumen und vor allem der Senats- oder auch Ballsaal sind so opulent, dass man kurzzeitig das Atmen vergisst. Neben Tapisserien, großartigen Gemälden und Möbeln begeistern die Kassettendecken, oft von italienischen Künstlern mit Goldornamenten geschmückt. Zweifelsfrei: eine der prachtvollsten und reichsten Königsresidenzen in Europa. Die nächste Ausstellung, orientalische Kunst, besticht durch Teppiche, Porzellan und Waffen aus dem Orient. Wir gucken auch noch die Privaträume der letzten polnischen Könige an. Hier sind jeweils nur Gruppen à zehn erlaubt. Unsere Führerin holpert sich englisch durch die ruhmvolle Geschichte der Sigismunds und Augusts, zeigt neben den Gobelins wunderschöne Möbelstücke aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Gemälde von Lucas Cranach d. Ä. und d. J., die in jedem anständigen Kunstbuch vorkommen. Interessant fanden wir, dass mehr als 160 der wundervollen Wandbehänge 1939 vor den Nazis in Sicherheit gebracht wurden: Sie überstanden den Krieg in Kanada und wurden Ende der 40er Jahre zurück in den Wawel gebracht. Alles sehr beeindruckend. Auch der anschließende Besuch der Schatz- und Waffenkammern gefällt uns. Trotz der ungeheuer vielen Menschen, die sich rund um den Wawel herumtreiben, ist es in keinem der Museen richtig voll, weil jeweils nur Kontingente vorgelassen werden.

So auch bei dem absoluten Highlight unseres Besuchs: Leonardo da Vincis „Dame mit dem Hermelin“. Was für ein wunderschönes Werk! Wir warten in der Schlange, bis wir den abgedunkelten Raum mit dem Kunstwerk betreten dürfen. Mag albern klingen, aber der Anblick dieses Bildes hat wirklich etwas Besonderes., zumal außer uns nur eine Handvoll Menschen im Raum ist, zwei Wachen eingeschlossen. Die „Dame mit dem Hermelin“ ist eines von vier von Leonardo da Vinci gemalten Frauenporträts. Das Gemälde befindet sich seit 1880 in der Sammlung hier im Czartoryski-Museum und gilt als besterhaltenes Porträt da Vincis. Es gefällt mir persönlich besser als das Girl im Louvre. Aber die Mona Lisa war noch nie so wirklich meine – in jedem Sinne.

Nach einigen Stunden voller realer Kultur stürzen wir uns ins Getümmel des Ryneks, des noch immer atemberaubenden Hauptplatzes in der Altstadt. Der Plan ist die gestern erwähnte Bemme, aber im letzten Moment kneifen wir. Das Brot mit Schweinefleisch und Salat und Gemüse und was-weiß-ich-noch-alles ist uns sogar zum Teilen zu mächtig. Also essen wir ein Würstchen aus der Hand und suchen uns danach ein lauschiges Café. Lauschig ist gut – rund um den Platz reiht sich Bar an Bar. Wegen des schönen Wetters ist natürlich alles besetzt. Vor den Cafés spielen Musikanten, tanzen Rapper, singen Chorschwestern alle Glaubensrichtungen. Wir glauben zunächst an ein gutes Bier und sehen der Sonne zu, wie sie langsam, langsam untergeht. Bevor wir festfrieren, suchen wir uns ein Restaurant für ein frühes Abendessen gegen halb sieben. Erst einmal eine warme Suppe, dann isst Juan ein bisschen Huhn, ich probiere mit Hack gefüllte Piroggen, die Spezialität Polens, die schwäbischen Teigtaschen ähneln.

Eigentlich wollen wir direkt nach dem Essen nach Hause, klappt aber wieder nicht. Wir laufen noch einen riesigen Bogen bis Kaszimierk, ins ehemals Jüdische Viertel, spazieren dann an der Weichsel entlang zurück in die Altstadt. Als wir endlich zwei Stunden später im Taxi sitzen, sind wir fix und fertig. Füße platt, Beine müde, wir aber durchgehend fröhlich und relativ wenig schniefend. Toller Tag!

Krakau, el castillo sobre el Wawel y Leonardo da Vinci

De las 160 iglesias que tiene Krakau, tenemos la sensación de haber visitado 200. A pesar del buen tiempo visitamos hoy cada una de las iglesias góticas, barrocas y renacentistas que se nos presentaron por el camino. En muchas de ellas, está prohibido sacar fotos y nosotros lo respetamos, no vaya a ser que tengamos que ir al infierno😊
Nuestro destino hoy es la Residencia Real sobre el monte Wawel, un pequeño monte que tiene la ciudad. Aquí es donde residían los antiguos Reyes de Polonia y por supuesto tiene también una iglesia, la imponente catedral. Sacar fotos prohibido, como e casi todas las iglesia, además aquí hay que sacar entradas para todo, museos y castillo. El castillo tuvo en la antigüedad una historia cambiante. A principios del siglo XVI, el rey Sigusmund I contrato a un maestro constructor italiano para refaccionar y decorar el hasta ese momento en puro estilo gótico castillo. El castillo se transformó en una de las residencias más lujosas de Europa, donde vivió la dinastía de los Jagellones o Jagellon, que reinaban un territorio que iba desde las costas del mar Báltico hasta las costas del Mar Negro. Nosotros visitamos prácticamente todo, empezamos con el Museo número 1 , donde se puede apreciar el poder de los reyes de ese tiempo. Los salones de representación, el Senado y salas de baile con formidables tapizados, pinturas y muebles, muchos realizados por maestros italianos y revestidos de oro, la opulencia impresiona.

También visitamos salas de arte oriental, con colecciones de porcelana, tapizados, alfombras y armas. Visitamos también los aposentos del último rey de Polonia, esto solo se podía hacer con una guía que nos mostraba todo, contándolo en inglés y en grupos de diez personas. Nos fue mostrando infinidad de salas con muebles y pinturas de los siglos 16 y 17. Interesante nos pareció una parte, donde contó que alrededor de 160 pinturas de famosos pintores de esas épocas fueron puestas a recaudo por los nazis en el año 1939. Sobrevivieron la guerra en Canadá y fueron restituidas al castillo del Wawel a finales de los años 40. También la cámara de los tesoros y de armas nos pareció interesante. Para nosotros lo mejor y más importante fue la oportunidad de poder ver la pintura de Leonardo da Vinci „La dama del armiño“. Tuvimos que esperar para entrar en la cámara donde estaba la pintura, porque solo se hacía en grupos. Nos pareció estupenda y es una sensación especial, estar mirando un Leonardo auténtico. La dama del armiño es una de los cuatro retratos de mujeres de Leonardo da Vinci y está considerada la mejor conservada de todas. Esta desde 1880 en la colección del museo Czartoryski.
Cansados de tanta cultura y visitas, dejamos los museos y nos vamos nuevamente a la gran plaza del casco viejo de la ciudad. La idea es comer alguna de las típicas comidas que se ofrecen a los pasantes, pero luego desistimos por qué nos pareció todo un poco pesado y cargado de grasa. Nos comemos una simple salchicha de Krakau en un puesto y luego nos sentamos en uno de los bares con sillas al aire libre que se encuentran alrededor de la plaza. Contemplamos los numerosos grupos de gentes, los músicos, bailarines y rappers entre ellos hasta que vemos como el sol se va poniendo.
Ya mucho más tarde y antes de tener frío, nos buscamos un restaurante y comemos algo. Al salir queríamos ir enseguida al hotel, pero caminando terminamos dando una vuelta grande atravesando el barrio judío  de  Kaszimierk. Después de dos horas de caminar, recién tomamos un taxi hasta el hotel. Hoy, podemos decir, tuvimos un día fantástico!

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