On the Road again – nach Mui Ne

Halb sechs klingelt der Wecker, schon habe ich schlechte Laune. Die bessert sich auch nicht wesentlich, während wir im Foyer des Hotels in Nha Trang darauf warten, dass uns der Bus abholt. Als er endlich da ist: Erleichterung. Ein ganz normaler Reisebus. Die Freude hält nur ein paar Ecken, dann müssen wir umsteigen. In einen sogenannten Sleeper Bus. Der hat keine richtigen Sitze, sondern ist zweistöckig mit Liegen ausgestattet. Diese Open Ticket Busse sind in Vietnam extrem beliebt. Viele fahren damit von Nord nach Süd oder umgekehrt, wir würden wahrscheinlich zu Meuchelmördern werden.

 

Der Grund dafür ist weniger die unbequeme Liegeart auf Plätzen, die für wesentlich kleinere Asiaten konzipiert wurden. Vielmehr sind es die Fahrer, die einen kirre machen. Wir erleben Überholmanöver, die ich nicht einmal in Filmen sehen möchte. Gruselig! Hinzu kommen Strassenverhältnisse, die diesen Namen kaum verdient haben. Bei der Ausfahrt aus Nha Trang dachten wir noch, das sei ja alles nicht so schlimm. Aber es wurde heftig. Schlaglöcher, halbfertige Straßen, Staubwolken, dass man die Hand vor Augen nicht sehen konnte. Mannomann. Trotzdem war es natürlich höchst interessant, auf den 200 km nach Süden so viel Vietnamn zu sehen. Fischerdörfer, Reisplantagen, Obstanbau, Hügel, Berge, Ebenen. Je näher wir ans Meer kamen, umso mehr große Sanddünen haben wir auch gesehen, fast schon wüstenähnlich. Die gibt es übrigens auch südlich von Nha Trang. Folgerichtig werden dort die ersten Resorts bereits gebaut. Schwer vorstellbar, wie sich Vietnam entwickeln wird. Die luxuriösen Resorts auf der einen Seite, die kaum vorhandene Infrastruktur auf der anderen… Dazu kommt ein offensichtliches, schweres Müllproblem. Entlang der Straßen, an den Flüssen, sogar am Meer: Müll, Müll, Müll. Wie damit umgegangen werden soll, können wir nicht einmal erahnen.

 

In Mui Ne angekommen rollen wir uns aus dem Bus und schnappen ein Taxi in unser Hotel, das Mui Ne Bay Resort. Meine Laune verschlechtert sich noch mehr, dass wir dafür 250 000 Dong zahlen müssen. Das sind 10 Euro – so viel haben wir ins ganz Asien noch nicht für ein Taxi auf so einer Strecke bezahlt. Und wenn man bedenkt, dass unsere fünfstündige Busfahrt 280 000 Dong, also knapp 12 Euro gekostet hat, wird’s gefühlt noch teurer. Das Hotel – das wussten wir aber – liegt am Ende der Welt, s. Taxikosten. Unser Zimmer hat weder Garten- noch Meerblick, dafür liegt uns das Restaurant zu Füßen. Ich schmolle weiter und bin erst recht auf der Palme, als das wifi nicht funktioniert. Sie schicken einen Techniker, ich schnaube – und das wifi geht. Ich war einfach zu blöd, den richtigen Code einzugeben. Dafür habe ich mich dann auch entschuldigt…

Zum Abkühlen ab in den Pool. Der hat gefühlte 35 Grad. So, nun aber Schluss mit dem Gemaule.
Die Anlage ist sehr schön, das Meer tobt vor der Tür, ein deutschsprechender Russe hat uns versichert, dass hier alles fein ist – also los. Erst mal eine kleine Siesta im riesengroßen Zimmer, wird schon alles werden 🙂

En el camino hasta Mui Ne

El despertador sonó a las 5:30 en nuestra habitación y a las 7:30 estábamos ya en el foyer del hotel, esperando el bus para viajar a Mui Ne. Cuando llego nos alegramos porque era un bus con asientos normales, pero la alegría fue corta, porque el bus recogía pasajeros y nos  llevo en 10 minutos hasta el bus con que viajamos y ese tenía asientos cama en dos pisos, en filas en los laterales y otra en el medio. En Vietnam son muy apreciados y viajan de sur a norte o viceversa.
Hay que viajar siempre acostado o reclinado. Pero el problema son los choferes que tienen que pasar en cualquier situación a los camiones o cualquier vehículo que tengan delante, en una carretera en muy mal estado, con pozos y siempre cortada con partes en construcción y nubes de polvo.
A pesar del camino, fue lindo ver los 200 kilómetros hacia el sur recorridos, con pueblos de pescadores, plantaciones de arroz, de frutas, montañas de distinto tipo y cuando estábamos llegando al mar nuevamente, médanos de distinto tipo y colores.
Es difícil imaginarse como se desarrollara Vietnam, por un lado lujosos hoteles o resorts para el turismo y por el otro casi nada de infraestructura. Asimismo tienen un gran problema con la basura, a lo largo de los caminos, en ríos incluso en el mar hay siempre basura. Como resolverán eso, no sabemos.
En Mui Ne donde nos dejo el bus, tomamos un taxi que nos llevo a nuestro hotel, el Mui Ne Bay Resort, nuestro ánimo empeoró cuando el taxi nos cobro 250000 Dong por el viaje, casi 10 euros. En toda Asia no pagamos un taxi tan caro, además comparando con el precio del bus, que costó por un viaje de 5 horas, 12 euros en total, ese precio del taxi se sentía más caro 🙁
El hotel, eso sí sabíamos está un poco hacia las afueras de la ciudad, tal vez por eso el precio del taxi.
Es un lindo hotel al lado del mar, un ruso que hablaba alemán, nos contó cuando estábamos en la recepción, que todo es OK.
Para combatir el mal ánimo,  nos refrescamos con un chapuzón en la piscina, con el agua a 35 grados de sensación térmica, muy linda 🙂

Kommentare (10)

  1. Andrea

    Vielleicht liegt es ja an meinem Auge, aber auf dem Liegesessel wirkst Du ein wenig wie beim Zahnarzt kurz vor der Wurzelbehandlung. 🙂

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    1. admin (Beitrag Autor)

      In wahr sind die für Nordeuropäer ziemlich unbequem. Und wenn du dann noch wüsstest, wie sie hier fahren – dagegen bist du, Herzi, ein Barbiepüppchen aber ansonsten müssen dir heute ordentlich die Ohren geklingelt haben, so oft, die ich über Dich gesprochen habe!

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  2. Andrea

    Lass mich raten: Die unsägliche Fahrweise in Eurem Gastland stand in ursächlichem Zusammenhang zu meiner häufigen Erwähnung 🙂 Herzliche Grüße vom Weltbesten an Dich und natürlich Deinen Weltbesten…

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    1. admin (Beitrag Autor)

      Nee, ganz anders. Es ging um die Handvoll Frauen, die dieses Hotel hier in Vietnam flottmachen würden. Da warst du im Rollenspiel um „Wer löscht hier mal welchen Brand“ natürlich ganz weit vorn dabei! Grüße und Verehrung retour, auch vom Meinen 🙂

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  3. Andrea

    Guten Morgen,
    tja, hätte ich gestern ERST die Geschichte von den dringend benötigten Flintenweibern gelesen, hätte ich nicht so daneben gelegen. 🙂 Possierlichen Tag Ihr zwei!

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    1. admin (Beitrag Autor)

      Aber inzwischen kam mir der Gedanke, dass man den Jungs, um sie auf Zack zu bringen, ja mit einer Um-den-Block-Tour mit Dir drohen könnte. Oder ist das Mobbing ?!?!???? 🙂

      P.S. Die Nachrichten von guj, Brigitte, Geo und mehr, sind ja entzückend…

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  4. Kerstin Hauernherm

    Hello ans andere Ende der Welt….
    Ein Blog? Ein Geheimblog?

    JETZT kenne ich den auch! Spannend! LG, weiterhin viel Spaß und gute Reise.

    Wir lassen hier derweil aus gegebenem Anlass die Korken knallen…, nicht wahr, Frau Abrell…..

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    1. admin (Beitrag Autor)

      Nix geheim, always very welcome! Gibt es fuers Korkenknallen Noah einen anderen Anlass als Halloween? Lg von anderen Ende…

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  5. Andrea

    Die Korken knallen wg. Special fertig und überhaupt alles fertig. Wir auch:-) Ansonsten stelle ich fest: Schwarz und windzerzaust steht Dir ausnehmend gut, mein Possierliches. 🙂 Und natürlich jage ich für Dich auch Jungs um den Block. Das ist kein Mobbing, das ist schlau. Darüber hinaus haben wir das doch schon immer so gemacht…

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    1. admin (Beitrag Autor)

      Schade, dass es alles so gekommen ist, das macht jeden Schampus ein bisschen schal. Aber was ich vom Baumwall lese… Soeben dieses: Gruner + Jahr entlässt die Witwe von Gabriel Grüner: Beatrix Gerstberger ist eine von elf Textredakteurinnen, die bei „Brigitte“ gehen müssen. „stern“-Reporter Grüner wurde 1999 in Mazedonien ermordet. Ollschi, wie war das noch mit der Haltungsfrage? Mannomann! Ich bleibe dabei: richtige Entscheidung getroffen, auch wenn es wirklich, wirklich schwer fiel. Die bräuchten auch dringend jemanden, der die Jungs (und das Mädchen) um den Block jagt…
      Danke für die Blumen, übrigens:-) beso b.

      Ps: natürlich gucke ich auch meine weniger öffentlichen Mails täglich: bvk@abacus-press.com

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