Inselhüpfen

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Manchmal müssen sich nicht nur die Füße, sondern auch die Augen ausruhen. Diesen Zustand haben wir gerade erreicht.

Allerdings sind wir heute nicht wie sonst 20 und mehr Kilometer gelaufen, sondern viel durch die Gegend gekurvt. Den Anfang machte Doppeldeckerbus 7 von der Queen’s Road nach Aberdeen. Das Tolle daran, dass man Zeit hat, ist auf jeden Falls, dass es einen nicht kirre macht, wenn der Bus an jedem Stein hält. Zumal, wenn er auch noch klimatisiert ist. Ich will auch nicht mehr über die 32, 33 Grad lamentieren: Wir hätten ja auch nach Grönland reisen können. Wir wussten, auf was wir uns hier einzulassen. Jedenfalls so ungefähr. Die Luftfeuchtigkeit – und sie ist das eigentliche Problem – verdrängt man ja doch gern aus dem Gedächtnis.

Nicht vergessen haben wir hingegen den alten Dschunkenhafen in Aberdeen. Der hat allerdings mit dem, was wir heute hier vorfinden, nicht mehr allzu viel zu tun. Zwar gibt es immer noch ein paar bewohnte Boote, vereinzelte Fischer und die ewigen Sampanfahrer, die Touris wie uns gern durch die Gegend fahren würden, aber wir sehen uns erst einmal in dieser für uns neuen Welt um. Die ganze Bucht ist inzwischen von Hochhäusern eingekesselt. Und wie man hört, wird es langsam schick, hier zu wohnen. Vielleicht wurde deshalb schon mal eine luxuriöse Promenade entlang des alten Hafens gebaut.

Aber wir wollten ja noch weiter, nach Stanley. Plötzlich entdecken wir einen relativ versteckt liegenden Fähranleger, an dem neben vielen, vielen anderen Schildern auch eines auf Stanley hindeutet. Die Maschine der Fähre ist schon angeworfen, eine eilig gestellte Frage klärt, dass der Kahn mitnichten nach Stanley, dafür aber auf die Insel Lamma fährt. Kurzentschlossen gehen wir mit an Bord: Lamma kennen wir nicht.

Außer heiß ist die Insel voll. Sehr voll. Zumindest auf dem Hauptweg, an dem sich entlang der Hafenbucht Restaurants, Souvenirshops und Boutiquen aneinander reihen. Der Weg zum Strand ist uns dann irgendwann zu anstrengend, stattdessen trinken wir ein Tsingtao tao vom Fass (!) in der schönen Bar eines Angelsachsen.

Lamma gilt offenbar bei Hongkongern als the place to be. Keine Autos, keine Hochhäuser, dafür vegane Restaurants und Bio-Läden. Scheint alles – nur eine halbe Fährstunde von der City entfernt – recht geruhsam zuzugehen. Wir haben zwei Stunden auf Lamma und keine Lust, in einem der zahlreichen Fischrestaurants mit Blick aufs Meer zu essen. Also schippern wir bald zurück und klettern in den nächsten Bus, der nach Stanley fährt. Der Fahrer ist unterwegs, als wäre er auf Drogen. Hier und dort halten wir auf der engen Küstenstraße schon mal die Luft an. Einigen mitfahrenden Chinesen geht es übrigens nicht anders. In Stanley landen wir – im Knast. Zumindest direkt davor, denn wir haben den richtigen Ausstieg versäumt. Und weil Vollzugsanstalten in der Regel nicht direkt im Zentrum liegen, nehmen wir den nächsten Bus zurück, anstatt zu Fuß zu gehen. Weise, weise, denn es ist wirklich weit. Und hügelig.

Stanley Market. Gilt als einer der schönsten Märkte Hongkongs und ist entsprechend voll. Wir sind wahrscheinlich wieder mal die einzigen, die nichts kaufen, sondern nur gucken 🙂 Dadurch, dass in den winzigen Basarshops überall Ventilatoren laufen, ist es fast kühl wie mit einer riesigen Klimaanlage.

Im Lonely Planet haben wir gelesen, dass Bus Nr. 6 den schönsten Weg zurück fährt. Mit uns und unzähligen philippinischen amahs, Hausmädchen, die heute wegen des gestrigen Mondfestes offenbar noch einen freien Tag haben. Tausende picknicken in der Stadt und hier in Stanley am Strand. Es rumpelt und bumpelt wieder Richtung Central. Unser Bus schaukelt an der Pferderennbahn in Happy Valley vorbei, durchquert Wanchai und kommt dann am Hauptbahnhof zu stehen. Die dingdings – so werden hier die Straßenbahnen genannt – schaukeln auch nicht wesentlich mehr!

Zum letzten Mal auf diesem Hongkong-Trip fahren wir mit dem Escalator, der längst vertrauten Rolltreppe, aus dem hochmodernen Central in unser kuscheliges Soho. Noch ruhen wir Füße und Augen aus, gleich werden wir noch irgendwo völlig unspektakulär dinieren, dann unseren Klamotten zusammenpacken, denn morgen geht’s vom Bahnhof Hung Hom nach China!

 

Hoy hicimos un recorrido por la parte sur de isla de HK, salimos del hotel y tomamos un bus de dos pisos sentados arriba y adelante. El bus va por un camino lleno de curvas, pasando por barrios y algunos lugares no tan poblados de la isla, donde hay vistas hacia el mar.

Estuvimos primero en Aberdeen, donde hay un puerto de pescadores que ahora esta muy cambiado y moderno pero que hace algunos años solamente estaba poblado de pequeños botes (como los que se ven en las fotos) donde las familias vivían. Hoy solo hay algunas con viejos que viven del turismo.

Espontáneamente tomamos un ferry que en ese momento salía hasta la isla de Lamma, solo a 20 minutos de viaje, donde mucha genre va, especialmente los días feriados, y hoy es feriado aquí en HK por que es la fiesta de la luna, estuvimos solo dos horas, muertos de calor y nos volvimos a Aberdeen.

De allí en bus hasta Stanley.

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