Im Vollrausch der Sinne

Der Tag beginnt schon damit, dass der nackte Chinese wieder im Frühstücksraum sitzt. Gestern glaubten wir ja noch, er sei durch den Regen gekommen und habe sich deshalb bis auf die Shorts ausgezogen. Aber heute morgen? Es ist mit 22 Grad relativ kühl, also gibt es theoretisch keinen Grund, das Bäuchlein zu zeigen. Aber das kümmert weder ihn, noch sein kicherndes Weib, noch sonst jemanden. Nach dem Frühstück finden wir den fröhlichen Nacktfrosch auf einer steinernen Brücke. Er füttert die Koi, die ihm in Scharen quasi zu Füssen liegen. Mit einer Handbewegung winkt er mich heran, drückt mir ein Tütchen Fischfutter in die Hand und bedeutet Juan, Fotos zu machen. Ein wirklich netter Herr!

 

Etwas später lauschen wir bei anderen Herren, die mit ihren Flöten und Saxophonen im Park Radau machen. Unbeirrt davon die Tai-Chi-Freunde, die Jogger und die Familien, die den Botanischen Garten von Guilin am frühen Vormittag besuchen, gut ausgerüstet mit Ess- und Trinkbarem. Es ist Samstag, da macht man auch in China ganz offenbar gern en famille.

 

Direkt hinter der Eingangspforte ist Schluss mit dem Idyll: das Leben tobt bereits wieder in der 5-Millionenstadt. Wir haben keinen echten Plan, sondern wollen nur ein bisschen durch die Gegend laufen. Das wird natürlich wieder ein weiter, weiter Weg, aber der hat es auch in sich! Zunächst geht’s mal Richtung Li River. Viele, viele Touristengruppen, voll und laut und schön. Untermalt wird der menschliche Trubel von chinesischer Musik, die leise aus den Baum-Lautsprechern dudelt. Wir entscheiden uns gegen den Elefantenrüssel, einen Park mit einem besonderen Karstberg, und spazieren stattdessen über eine breite Promenade. Bei einem Päuschen spricht uns ein chinesischer Englischlehrer an, der froh ist, mal mit anderen als seinen Zehnjährigen Englisch sprechen zu können. Er stammt aus einem Dorf in der Nähe von Yangshuo, in dem seine Familie seit über 300 Jahren Tee anbaut. Bevor er uns vollends adoptiert, machen wir uns aus dem Staub.

 

Die Zwillingspagoden, von denen die eine für die Sonne, die andere für den Mond steht, erscheinen quasi vor unseren Augen. Für viele Chinesen sind wir allerdings viel interessanter. Sie wollen Fotos mit uns machen. Zur Erinnerung an den schönen Tag. Wir machen natürlich jeden Unsinn mit. Kurze Zeit später entdecken wir einen Markt, auf dem es den üblichen Kitsch und Klamotten gibt. Durch eine winzige Seitengasse allerdings geraten wir in eine ganz andere Welt: ein Foodstall neben dem anderen, es gibt Gesottenes und Geselchtes, Frittiertes und Gedünstetes. Fisch, Fleisch, Gemüse, zwischendurch mal wieder Obst, scharfe Pickles – ganz irre. Natürlich sind wir wieder weit und breit die einzigen Langnasen.

 

Aber es ist noch zu früh zum Essen, also schlendern wir weiter. Ich fotografiere Juan neben Heiner Lauterbach (fast…), er mich neben einer alten Schulfreundin:-) Die Chinesen haben genauso viel Spaß an dem Quatsch wie wir. Bis auf ein paar Barbiere und ihre Kunden dürfen wir auch alles fotografieren. Uns interessieren weniger die breiten Straßen, als immer das, was dahinter liegt.

 

Eigentlich sind wir schon fast auf dem Rückweg ins Hotel, als Juan am Ende einer engen Gasse einige Schirmchen sieht und deshalb dort einen Markt vermutet. Wir tun das, was wir in diesen Fällen immer tun: Wir gucken es uns an. Und stehen völlig unvermittelt in einer der schönsten Markthallen, die wir überhaupt je gesehen haben. Obst, Gemüse, Reis, Getreide, lebende Fische, Kröten, Frösche, Enten, Hühner, Schlangen… Es ist nicht zu fassen! Als wir wieder draussen auf der lebensgefährlichen Straße stehen, können wir erstmal keinen Ton herausbringen. All die Bilder, Gerüche, Aromen, Farben – die Sinne müssen besoffen sein! Selig gehen wir weiter, haben langsam auch Hunger. In ein Restaurant oder mal wieder Abenteuer? Abenteuer gewinnt und in einer weiteren Nebenstraße essen wir den bisher besten Bratreis mit Gemüse und Reis. Dazu zwei große Flaschen local beer – irgendwie müssen wir den Flüssigkeitsverlust der langen Wanderstrecken ja wieder ausgleichen – das Ganze für knapp vier Euro. Manchmal ist es gut, sich nicht davon irritieren zu lassen, dass der Kellner auf dem Tisch schläft. Ich habe versucht, so viele Eindrücke einzufangen, dass meine Kamera aufjault: Batterie leer. Das hatten wir auch noch nicht. Die letzten paar Kilometer bis zum Hotel sind dann auch gar nicht mehr schlimm: Wir fliegen geradezu in den Pool. Und die Füße freuen sich, dass endlich mal einen Moment Ruhe herrscht.

 

Que experiencia…

Hoy el día empezó de nuevo con el chino desnudo en el restaurante, ayer cuando fuimos a cenar al restaurante del hotel, estaba el semidesnudo comiendo con su mujer, nosotros pensamos que como llovió mucho se le habría mojado la camisa, pero cuando desayunamos hoy, de nuevo estaba el semidesnudo con su sonriente mujer y hoy no está tampoco muy caluroso, hace 23/24 grados, por eso no hay motivo,pero el no se hacia problema.
Cuando salimos de desayunar, nos lo encontramos dándole de comer a los peces de un pequeño lago que hay en el hotel, el se reía con nosotros y le dio una bolsita de comida a Birgit para que le diera de comer también a los peces, mientras yo le saque algunas fotos. En realidad era un buen tipo.
Luego salimos caminando por el jardín botánico, donde está el hotel y vimos viejos músicos probando sus instrumentos, mujeres y hombres haciendo tai chi, gimnasia etc. Hoy es sábado y mucha gente viene a los parques en la mañana.
Saliendo del parque la vida sigue como siempre en esta ciudad de cinco millones.No tenemos ningún plan, la idea es caminar, eso significa seguramente mucho. Vamos primero hacia el río (Li River). Hay muchos grupos de turista caminando también, todos chinos por supuesto, de auto parlantes instalados en los árboles sale una música a bajó tono China. Hacemos una pausa en un banco alrededor de un árbol y se acerca un chino a hablarnos en inglés, el nos cuenta que es profesor de inglés, el viene de una familia que vive en Yangshuo y que planta te desde hace 300 años.antes de que el termine adoptandonos, lo dejamos y seguimos caminando.
Encontramos un parque con lagos y dos pagodas mellizas, una representa la luna y la otra a el sol. Para algunos chinos nosotros les parecemos más interesantes que las pagodas, se quieren sacar fotos con nosotros.
Luego encontramos un mercado de ropa y por calles transversales puestos para comer todo tipo de comidas desde pescado hasta verduras, pero nosotros no tenemos hambre y seguimos caminando, ya volviendo, yo veo mucha gente y algo que parece a un mercado y con Birgit nos miramos y como hacemos siempre vamos hacia allí. De pronto estamos frente al mercado más fascinante que hemos visto en vida, un enorme galpón o edificio abierto, lleno de puestos de venta y clasificado por tipos de productos que se ofrecen: verduras, frutas, ranas, vivoras, tortugas, gallinas, patos, conejos, palomas, hasta algo que parecen ratas y mucho, mucho más. Nuestros ojos ya no saben donde mirar y nuestra cámara ya está caliente de tantas fotos que hacemos, increíble nunca vimos algo así. Seguimos caminando ya sin hablar entre nosotros, pensando sólo en lo que habíamos visto. En una callecita encontramos un restaurante, el mozo dormía apoyando su cabeza sobre la mesa, pero a nosotros ya no nos extrañó, comimos un arroz saltado y luego nos fuimos al hotel 

Kommentare (5)

  1. Anel

    Ja…Ja son delos míos se durmen arriba la mesa.

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  2. schippchen

    Wenn derjenige nicht Fotos von Männern auf Leitern sondern Fotos von schlafende Menschen in unterschiedlichen Positionen sammeln würde – könnte er/sie in China aus dem Vollen schöpfen

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    1. admin (Beitrag Autor)

      Die schlafenden Leute sammeln wir 🙂 Unvorstellbar, wo, wann und in welchen Positionen gepennt wird. Wir haben natürlich noch viel, viel mehr Fotos als die, die wir hier reinstellen. Auch noch sehr schöne Schlafmützen! Knuuuuuuuuuutsch

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    Saludos

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    1. admin (Beitrag Autor)

      Gracias!

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