Rom – Ausflug ans Meer

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Um bei der Wahrheit zu bleiben: Wir machen ja keinen Urlaub, weil wir uns von irgendetwas erholen müssen, sondern wir gehen auf Reisen, weil wir neugierig sind und uns ewig der Reisehafer sticht.
 
 
Also Schluss mit dem Gemaule über lange Wege treppauf, treppab – wir haben ja die Wahl.
Heute haben wir gewählt, ans Meer zu fahren. Das klappt sogar mit den Rom-Tickets, mit denen wir 90 Minuten fuer sensationelle 1,50 durch die Gegend gondeln koennen.
 
 
Zunächst einmal mit dem Bus bis Piramide (da um die Ecke ist auch die Basilika San Pablo außerhalb der Mauern, in der die Bilder aller Päpste ausgestellt sind).
Von dort fahren wir mit einem Minizug Richtung Tyrrhenisches Meer nach Lido. Zum Glück haben wir gelesen, dass man da bloß noch nicht aussteigen soll – der Strand ist noch recht weit.
Also zur Endstation mit gepacktem Täschchen: Buch dabei, um ein bisschen am Meer zu sitzen und an einem Weinchen zu nippen.
 
 
Träum‘ weiter… Der Strand ist zugepflastert mit Badebuden – und alle sind noch zu. Wir sehen zwar das aufgewühlte Meer und können es auch riechen, aber diese entzückende Strandbar mit unverbaubarem Blick müssen wir knicken: Überall Baustellen, damit  zu Saisonbeginn alles schick ist.
Ich bin ein bisschen maulig, aber das bringt auch nichts.
Wir laufen viele Kilometer bis Lido Centro und erholen uns ein bisschen in der Bahn…
 
 
Von Sao Pablo schwingen wir uns in einen Bus zur Piazza Venezia. Da haben wir das Theatre Café im Sinn, weil wir Hunger und Durst haben.
Es ist zwar ein strahlend blauer Himmel und für Sonne scheint, aber im Schatten ist es noch recht frisch. Also sitzen wir gemütlich im Café und gucken uns all die Leute an, die gegenüber in die Traianischen Museen streben.
Die Stadt ist heute deutlich voller, vor allem Schülergruppen sind unterwegs. Wir lassen uns einfach durch die Straßen treiben und landen an einem Eckladen mit bemerkenswerter Schlange; Vranchi. Schokoladen und Eis, das vor einem Schokoladenwasserfall verkauft wird. Aber das ist nicht alles nur Schau: das Anstehen lohnt sich, das Eis ist der Hammer.
Um auch diese Kalorien wieder abzustrampeln, laufen wir mal wieder am Pantheon vorbei an den Tiber und nach Hause.
Platt, platter, klitze…
 
Nachtrag Tag 7
In unserer Bar namens „Bar“ sitzt wie immer der Typ mit der orangefarbenen Jacke rum. Morgens, mittags und abends schreibt er irgendwas auf einen A4-Block. Vielleicht wird das mal ein Bestseller, vielleicht hat er auch einfach nur einen Hau. Er tut niemandem was, dichtet einfach nur vor sich hin und schnorrt Tabak.
Wir trinken einen Absacker, nachdem wir „da papi“ eine wunderbare Aufschnittplatte, porchetta (neidisch sein erlaubt) und feinen roten Wein genossen haben. Der Laden ist absolut eine Erwähnung wert! Eigentlich eine proschiutteria, also ein Schinkenladen, aus dem sich ein Lokal entwickelt hat. Da muss jeder unbedingt hin!!!! Santa Egidio geradeaus rechts.
Wir genießen, schütten Hauswein in uns hinein und freuen uns wieder einmal des Lebens.
Klar ist: Auch das nächste Mal in Rom werden wir definitiv in Trastevere wohnen!
Nun sind wir auch mal wieder zuhause, gucken Champions League auf Rai und freuen uns verdammt noch mal des Lebens!
 

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