Tag 1 am Ozean

Manchmal muss man im Leben schwere Entscheidungen treffen. Heute war zum Glück nicht so ein Tag, denn es fiel uns furchtbar leicht, zu entscheiden, dass wir mal wieder ein bisschen Urlaub vom Reisen benötigen. Nach all den Tagen in der Wüste wollen wir ein wenig Meeresluft atmen.
Wir frühstücken in unserer cabaña. Seit Europa gibt es zum ersten Mal Spiegeleier. Auf Toast. Großartig! So beflügelt teilen wir dem jungen Kolumbianer an der Rezeption auch gleich unsere Entscheidung mit. Wir werden eine ganze Woche in diesem Apartment bleiben. Mit Blick auf den Ozean, ganz, ganz easy 🙂 Natürlich schinden wir einen besseren Preis heraus, aber das ist ein Spiel, das man gewinnt oder verliert. Heute haben wir gewonnen.
Bevor irgendetwas stressig wird, machen wir einen Strandspaziergang. Zwei Stunden Wind und Wellen, dazu die größte Anhäufung von weißen Muscheln, die wir je gesehen haben
Davon muss man sich natürlich erst einmal ausruhen 🙂 Juan tippt einige spanische Texte für andando, ich lese und gucke aufs Meer. Mehr nicht. So wird es wohl die nächsten Tage weitergehen.
Heute müssen wir noch ein paar Erledigungen machen: Klamotten aus der Wäscherei abholen. Und fürs Abendessen einkaufen.
Dann, große Anstrengung, gucken wir den Pelikanen zu. Und den Möven. Und den Surfern. Und beschließen, einen Sundowner in einer der Strandbars zu nehmen. Das klappt deshalb nicht, weil in der Surfschule genauso wie in der arabischen Bude keine Drinks ausgeschenkt werden. Auch gut. Wir haben noch einen Rest Wein und lümmeln in eine Fleecejacke gemummelt auf der Terrasse herum, während die Sonne ins Meer versinkt.
Es gibt zum Abendessen nach Sonnenuntergang zu einem wunderbaren Carmenere ein kurzgebratenes Kotelett, dazu einen Tomatensalat. Vorweg kleine, perfekt gereifte Avocados. Endlich mal etwas gesünder als in den unentwegten Restaurants.
Dazu im Fernsehen eine Musiksendung. Mit Sir Paul McCartney, Alice Cooper, Neil Diamond, Elvis Costello und anderen Stimmen aus dem Jenseits. Alice Cooper lacht sich heute noch darüber tot, wie er damals, in der guten alten Zeit vor 40 Jahren, Paul McCartney einen gelben Rolls Royce verkauft hat. Was aus dem wohl geworden sei? Sir Paul gibt sich spinös: I still have it. Welcome to Wonder World. Sehr amüsierlich.
Easy going. Très bien!

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