Ruhetag…

 

Wer leichtes Fieber hat und keucht, sollte etwas Ruhe halten. Da waren wir uns einig. Mit diesem Gedanken sind wir eingeschlafen. Ich bin um fünf hellwach, Juan kurze Zeit später. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: umdrehen und weiterschlafen, aufstehen und den Almosengang der Mönche bei den Tempeln ansehen. Das Thermometer sagt uns 14,5 Grad, das stimmt so sicher nicht. Vorsichtshalber nehme ich ein Jäckchen mit und wir sind ganz gefangen von der Ruhe, die so früh morgens hier in Luang Prabang herrscht. Es ist noch dunkel, als wir kurz vor sechs auf der Hauptstraße eintreffen, aber wir sind natürlich nicht allein. In TukTuks und Minibussen werden von überall her Touristen angekarrt. Einige haben einen Platz auf der Strasse der Mönche bezahlt und machen auf buddhistisch: Schärpe, Klebreis, Handy. Mannomann. Die Handyverlängerung für Selfies sehe ich bei den „Gläubigen“, eine Dreiertruppe macht es sich einfach so in der Reihe bequem…

Dann kommen die Mönche: Einige Hundert bitten barfüßig jeden Morgen um ein Almosen, werden belästigt von Blitzen, die sie blenden, von Menschen, die ihnen auf die Pelle rücken, um ein Bild für Facebook oder sonstwas zu kriegen. Im Moment ist Luang Prabang relativ leer. Unvorstellbar, wenn mehr Gedränge herrscht … An einer Stelle warten drei ganz alte Muttchen wie jeden Tag darauf, ihr Almosen zu geben und den Segen zu bekommen. Kurz bevor die Mönche um die Ecke biegen, setzt sich einfach Hennarote (Vorurteile ? Möglich…) dreist direkt in den Weg, nimmt mit untergeschlagenen Beinen Platz und guckt effektheischend nach links und rechts. Nein, nein, ich habe nichts gemacht. Zum Glück kam ein Offizieller daher und vertrieb sie trotz der Diskussionen, die sie ihm noch aufdrängen wollten. Weibsvolk! Die Mönche marschierten buddhaergeben an den Gläubigen und an den Wichtigtuern vorbei. Nach innerer Einkehr und spiritueller Ruhe sah dieses dennoch unvergessliche Erlebnis nicht aus…

Vor kurzem haben die Orden mal aufgemuckt, weil sie keine Lust mehr hatten, ihre Mönche zum touristischen Abschuss freizugeben. Da hat die Regierung mit kurzem Prozess gedroht: Wenn ihr es nicht macht, schicken wir Laien in safrangelben Kutten. Luang Prabang ohne Almosengang – kommt nicht infrage…
Inzwischen ist die Sonne aufgegangen, Zeit für Dusche, Rasur und Frühstück. Kurze Zeit später sind wir schon wieder auf die Rue (französisches Kolonialerbe!), weil wir ein paar Tempel, eventuell auch das Nationalmuseum besuchen wollen. Es kommt, wie es kommen muss: Wir finden uns auf einem Markt wieder. Hier sind kaum noch Touristen zu sehen, dafür einige Spezialitäten, zu denen auch getrocknete Ratte gehört. Muss man mögen, muss man nicht probieren. Auf dem Markt vertrödeln wir so viel Zeit, dass das Museum schon mal Mittagspause macht. Egal, es ist zwar wieder heiß, aber ein paar Ecken weiter soll es noch einen Markt geben.
Den wiederum finden wir doof: Electronics, Klamotten, Tand. Sicher schön für jemanden, der gern shoppt, für uns nix.
Auf dem Rückweg landen wir im Backpacker-Viertel. Erkennt man an ganz jungen Leuten aus aller Herren Länder, die sich nicht um die Bitten der Stadtverwaltung kümmern: Jungs ohne Hemd (damit möglicherweise die Tattoos besser sichtbar sind?), Mädels in kürzesten Shorts und knappen Tops. Sicher niedlich, nur nicht hier. Einige sehen zudem so aus, als hätten sie Dinge zu sich genommen, von denen die Eltern und der Staatsanwalt besser nichts wissen sollen. It’s partytime! Wir bleibt ein bisschen an einem Frischeladen sitzen, schlürfen Orangensaft und einen superguten Mango-Banane-Shake. Kostet zusammen 20000 kip. Wir haben natürlich wieder eine neue Währung, überall vier Nullen weg, dann klappt das schon…
Auf dem Weg zum Fluss (=kaltes Beer Lao) kommen wir noch an einem Tempel vorbei, aus dem unzählige Mönchen strömen. Wohl eine Schule oder so… Wir gucken, wir staunen, wir sind begeistert.

In einer kleinen Kneipe über dem Fluss gibt es das Bier, dann erst einmal Siesta. Trotz der Action. Ist mein Fieber gesunken – alles gut. Aber ein bisschen Ruhe ist dringend notwendig, denn wir haben für heute noch einen Plan. Gegen halb vier Waschen Sir und den Schlaf aus den Augen und machen uns auf dem Weg zum Mount Phousi. Hundert Meter hoch, mitten auf der Halbinsel, gekrönt von einer goldenen Stupa. Aber der Weg, der Weg… 350 Treppen hoch, ich keuche nur noch, brauche Pausen. Vorbei an Tempeln, Buddha-Statuen und dem Fussabtriit Buddhas in einer kleinen Höhle zahlen wir auf halber Strecke 20000 Eintritt pro Person. Oben angekommen, ist Juan noch recht frisch, ich nicht… Es gibt unter der Stupa ein paar Treppen, die sind so gut wie besetzt. Viele Franzosen, Francokanadier, Deutsche, Australier, Mexikaner. Und wir. Mir ist es auf der Stelle zu eng hier oben. Zwar ist der Blick toll, aber den Sonnenuntergang sehen wir lieber am Fluss, bevor die ganze Schar die 350 Treppen hinuntertobt. Das war eine gute Entscheidung, denn immer mehr Menschen keuchen jetzt noch die Treppen hoch.

Unten angekommen, werfen wir noch ein Blick auf den Nachtmarkt. Schöne Webarbeiten, Seiden, Schnitzereien und mehr. Wir gucken kurz und gehen zurück an den Fluss. Kleines Bierchen mit Blick, frühes Dinner ebenfalls mit Blick. So sieht Erholung also aus. Im Fernsehen läuft auf DW die Wiederholung einer Lanz-Sendung mit dem Ehepaar Stoiber. Dann doch lieber ein Portrait von Giancarlo Stanton, dem Baseballer, der gerade einen 325 Millionen Dollar Vertrag unterschrieben hat. 13 Jahres-Vertrag, dann ist es umgerechnet ja auch nicht mehr so viel 🙂

Los Monjes

Ayer a la noche nos dijimos, mejor dormir bien y hacer un día tranquilo. Hoy Birgit se despertó a las 5 de la mañana y yo a las 5:15. Ella ya se siente mejor, por lo menos sin fiebre y con un poco de tos. Teníamos dos opciones, seguir durmiendo o salir rápidamente para ver el ritual de los monjes budistas que son llamados con tambores todos los días y caminan todos juntos o en distintos grupos y dan la bendición a la gente, a su vez la gente les da comida, fruta o arroz dulce. Es una de las atracciones más grandes de Luang Prabang.
Cuando salimos todavía estaba oscuro, por supuesto no estábamos solos, de todos lados llegaban tuk tuk y mini buses con turistas que también querían verlos. Algunos pagan para tomar posición en la calle donde pasan los monjes y se hacen los budistas, compran también arroz para darles y preparan sus handys para los selfies. Luego aparecen los monjes son entre 150 y 200 que todas las mañanas reciben las dádivas de la gente y reciben también la avalancha de turistas que con cámaras y flashes los persiguen. En  Luang Prabang hay en este momento pocos turistas, es temporada baja, no queremos pensar lo que debe ser cuando esta lleno. En otro lugar hay tres mujeres viejas que siempre le han dado dádivas a los monjes, son de ahí, vivieron siempre allí, de pronto se sienta una turista en posición de yoga con las piernas cruzadas exactamente por el lugar donde tenían que pasar los monjes, tuvo que venir un policía o alguien de allí, para decirle que se corriera. Hay algunos turistas que avergüenzan!. Nosotros también sacamos fotos, pero tratamos de hacerlo con cierta discreción.
Hemos leído que la orden de los monjes no quería más, que los monjes fueran la atracción turística de la ciudad, pero el gobierno de la ciudad los amenazo con hacerlo igualmente con monjes falsos. Luang Prabang sin monjes, imposible 🙂
El sol ya había salido, volvimos al hotel para bañarnos, afeitarme y desayunar. Más tarde salimos otra vez, con la idea de caminar, ver dos templos y el museo nacional, pero al final terminamos en un mercado que encontramos por el camino, con pocos turistas y muchos vendedores de frutas, verduras, carnes y una especialidad que no habíamos visto antes, ratas secadas al sol, al que le gusté que se las coma, nosotros no 🙂
Así dimos vueltas y vueltas por el mercado y cuando fuimos al museo estaba ya cerrado para hacer siesta. Cerca del museo hay otro mercado, vamos a verlo, pero era aburrido, vendían sólo electrónicos, handys y equipajes. Volviendo encontramos una esquina con puestos que vendían todo tipo de jugos, nos tomamos uno de mangos y otro de naranjas. Rodeados de backpacker, porque ese es su barrio o zona y allí se encuentran todos, solos en parejas o grupos, de todas las naciones y con tatuajes de todo tipo en sus cuerpos.
Seguimos caminando y visitamos un templo donde encontramos nuevamente muchos monjes, en el río una cerveza antes de ir al hotel a descansar un poco. Birgit no tiene más fiebre y se siente mejor, dormimos una siesta hasta las 16:30 y nos vamos luego, hasta el Mount Phousi, 100 metros de altura en el medio de la ciudad y coronado con una Stupa de oro (monumento dorado). El problema es el camino hasta allí, subimos 350 escalones, pasando por varias estatuas de Buda, no dábamos más. Cuando llegamos arriba, Birgit dice que yo no parezco cansado y que ella sí lo esta, pero no, los dos estamos que no podemos más.
Arriba donde está la Stupa dorada y una vista de la ciudad, las montañas y el río, hay muchísimos turistas también,… demasiados..franceses, canadienses de la parte francesa, alemanes, australianos, mejicanos.
Para nosotros está todo muy lleno, decidimos ir bajando y no quedarnos hasta la puesta del sol, nos evitamos de esa manera el malón que bajará luego también.
Comemos y tomamos algo, al lado del río a 300 metros del hotel, luego noni, noni, día largo 🙂

 

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