Hinter dem Horizont…

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Müsli, Yoghurt, Kaffee – gefrühstückt wird zuhause. Dann eincremen – und los. Wir machen einen wunderschönen, langen Spaziergang am Strand. Diese Weite hier, diese Möglichkeit, ganze Strandabschnitte für sich allein zu haben – einfach grossartig. 

 

An der Wasserkante Kinder, die wie überall auf der Welt mit Hingabe im Sand buddeln, Hunde, die vor Vergnügen zu jauchzen scheinen, wenn sie sich in die Fluten stürzen. Die Fluten sind noch immer eisig, aber das macht den Vierbeinern nichts aus. Von den Zweibeinern traut sich kein einziger ins Meer: kalt!

 

Irgendwo vor den Dünen entdecken wir dann aber ein scheinbar verlassenes Fahrrad am Strand. Und da ist auch einer im Meer: Der Besitzer fischt in Wathosen direkt vom Strand. Klar, wenn man keinen Hafen hat, kann man ja auch mal mit dem Rad zum Fischen fahren. Der Mann holt seine Netze ein – kein Erfolgserlebnis. Also packt er zusammen und fährt über den Strand wieder nach Hause. Na, wenigstens muss seine Familie bei Stürmen nicht bangen.

 

Bevor wir englisch-rosa werden, drehen wir wieder um. Jede Perspektive, die sich hier bietet, ist grandios! Zuhause stellen wir fest, dass housekeeping noch nicht aufgeräumt hat, also: umziehen und weiter wandern. Wir könnten ja ein Weinchen in einer Strandbar trinken. Stattdessen kaufen wir nach eine Runde durch Monte Gordo eine gute Flasche vinho verde, gehen nach Hause und schmieren uns ein Sandwich. Sehr gemütlich! Den  Nachmittag verdödeln wir, gegen sechs geht’s gefahrlos in die Sonne. Der Plan ist gut, klappt aber nicht: viel Wind am Beach, wir frösteln. Um uns aufzuwärmen, gibt’s eine Happy hour-Caipirinha an der Bar.

 

So schick die Bar und der Drink, so simpel unser Abendessen: Wir kochen Pellkartoffeln (nochbaus Spanien) zu Spiegeleiern, widmen uns einer Flasche Tinto und gucken das Pokalfinale im Ersten. Während Leipzig sich gegen Bayern wehrt, köcheln die Kartoffeln und wir finden wieder einmal, dass es uns verdammt gut geht.

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