Gott in Frankreich? Verstanden!

Wir sitzen auf der Terrasse unseres Appartements namens Gordes auf der Mas Rabassan und gucken – mal wieder – Richtung Gordes. Unser Abendessen (in Knoblauch marinierte Koteletts, dazu Tomaten mit einer Balsamico-Vinaigrette) haben wir hinter uns, eine Weissweinflasche vor uns. Es hat aus Eimern geschüttet, aber auch der Regen war einfach nur großartig. Kein Zweifel: die Klitzes sind schwer verliebt in diese Gegend, ins Luberon.

Würde morgen kein schwedisches Fernsehteam kommen, um Agneta und Erling zu interviewen und zu filmen – wir würden einfach hier bleiben. Wir könnten uns auch hervorragend vorstellen, dass Hamburger Freunde die Hütte nebenan hätten: Hier gibt es die Nähe, die man will –  und auch die Distanz.

Eigentlich hatten wir ja vorgehabt, keinen Meter von unserer Scholle zu weichen, aber natürlich ist es anders gekommen, weil uns der Sinn nach einem Spaziergang stand. Daraus wurde eine 10-Kilometer-Wanderung (konservativ geschätzt), die uns durch die Weinberge nach Joucas und dort direkt ins Dorf führt. Hier steht alles unter künstlerischem Stern: Figuren aus Olivenholz und Stein vor zwei grossartigen Künstlern. Wir gucken uns alles an, finden dazu eine amerikanische Gruppe von Sketchern, ausgesprochen motivierten Damen, die die Schönheiten der Gegend mit Bleistiften und /oder Aquarell festhalten. Mannomann, ist das toll!

Ein kleines Bier bei den Commandeurs – und schon haben wir uns ein bisschen verzettelt. Ein Umweg von mehreren Kilometern bringt uns endlich wieder zurück zur Mas Rabassan. Wir sind fix und fertig und mordsmässig glücklich. Auf unserer Scholle zeigen die Wolken, was sie draufhaben und lassen dann die Sonne endlich wieder durch. Wir lassen die Wolken an uns vorbeiziehen und sind ein bisschen oder ein bisschen mehr traurig, dass wir morgen wieder weiter sollen. So schööööööön hier!

Nebenbei gucken wir natürlich Fußball. Im Moment gerade Italien gegen Belgien. Das Ganze auf der Terrasse, das Wetter hat sich beruhigt. Und wir würden richtig gern noch ein bisschen hierbleiben…

 

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