Der schöne Schein in Sotogrande

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Um vier sollen wir unsere airbnb-Wohnung in Casares, einen Steinwurf südlich von Estepona entfernt, übernehmen. Wir trödeln mit dem Frühstück, beschliessen dann, uns den berühmten Ort Sotogrande, vielleicht 15 oder 20 Kilometer südlich, anzusehen. Golf, Polo, Yachten, ordentlich viele Angeber – will man ja angucken. Das Wetter ist ganz schön, 22 Grad mit viel Wind. Entsprechend tobt das Meer. In Sotogrande dagegen tobt nichts und niemand. Der Reissbrettort hat sicherlich schon viele Kunden aus Marbella und Puerto Banús wegeschnappt, ist aber irgendwie ein Blender. Im Zentrum luxuriöses Ambiente mit ebensolchen Restaurants, rundherum eng bebauter Wahnsinn. Wir laufen ein Stück, aber der Golfclub Real (members only) ist dann doch zu weit entfernt. Geht ja auch mit dem Auto…

 

Eigentlich hatten wir vor, hier irgendwo ein Käffchen zu trinken, aber das macht alles nicht wirklich fröhlich. Wir fahren wieder nördlich und finden ein paar Kilometer später ein freistehendes Haus: Hotel und Restaurant. Mit sensationeller Terrasse, von der wir im Dunst den Felsen von Gibraltar sehen. Wind, Sonne, Wasser – viel besser geht es nicht. Hier werden wir sicherlich mal essen!

 

Aber wir müssen ja erst noch einkaufen gehen, um einen Grundstock für unser Apartment zu haben. Zumal morgen, am 15. auch alles dicht ist: Feiertag in Spanien. Telefonisch verabreden wir uns mit Andreas, der uns das Apartment pbergeben wird.

 

Pünktlich um vier treffen wir den Mann, der ein bisschen unbeholfen auf uns wirkt. Kümmert uns aber alles nicht: Wir wollen in unsere Bude. Der Blick ist dann auch spektakulär: das Meer, das Meer. Das Apartment ist so gross, dass man hier problemlos zu viert wohnen könnte. Aber es klingelt ja niemand.

 

Wir packen unseren Kram aus, machen uns ein bisschen mit allem vertraut (ja, ich werfe auch schon eine Waschmaschine an) und gucken bei einem grossartigen Abendbrot einen denkbar schlechten Film mit Keanu Reaves („Siberia“). Leider ist es ein bisschen zu kühl für einen Weisswein auf dem grossen Balkon, aber das kümmert uns gerade wenig: Füsse hoch, Weinchen, Meer gucken!

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