Boxenstop am Niederrhein

Der Rückweg nach Hamburg zieht sich, aber wir sind a) bester Dinge und b) nicht in Eile.

 

In dichtem Nebel verlassen wir Châlons-en-Champagne gegen halb neun und sind mit Kurs Nordost über die Landstraße unterwegs. Das Navi mault pikiert „Der Weg umfasst mehrere Länder.“ Ja. So ist es. In den Ardennen kämpft der Nebel noch mit der Sonne, in den Vogesen ist es wieder heiter. Direkt hinter der Grenze in Belgien bremsen wir an einer Friterie: Belgische Pommes sind Pflicht, dazu gibt’s eine hausgemachte Bulette mit Knoblauch. Dennoch:  Wieder einmal nehmen wir uns vor, das nächste Mal nicht durch Belgien zu fahren: Zu eng bebaut, zu bekloppte Fahrer (Führerscheinpflicht seit 1967!), zu langweilig.

 

Nächster Kurs Venlo – auch nicht sexy. Der weitere Schritt: eine Fähre für 2,20 über die Maas, dann auf direktem Weg nach Borken. Juan hat uns das „Hotel Einhaus” ausgeguckt und genau da übernachten wir.

 

Der Wirt ist entzückend, serviert erst einmal einen Sherry und dann als Gruss aus der Küche eine Art Bruschetta. Das Salatbüffet ist frei, das Bier vom Fass  ein König Pilsner. Bei mir gibt’s Schnitzel mit jungen Kartoffeln. Juan ist geografisch noch ein bisschen verwirrt und bestellt Leber auf Balkanart – alles gut, aber Portionen, die auch Trucker nicht schaffen. Zum Abschluss gibt es noch einen “Julischka”, likörigen Schnaps aus Birne und noch was – meine Mutter hat den geliebt.

 

Dann gucken wir noch ein bisschen deutschsprachiges Fernsehen – das ist ja auch schon einen Moment her. Wir schlafen früh und hoffentlich gut. Morgen geht’s nach Hause!

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