Weg von der Küste

B2B9CC06-F8B6-4308-8C95-A8E52846A9BB
Quiberon hat es zum Abschied noch einmal richtig gut mit uns gemeint. Kaum haben wir die Sachen gepackt, schiebt sich die Sonne durch den dichten Dunst. Der Himmel reißt auf, und auf unserer à-bientôt-Tour entlang der Côte sauvage zeigt sogar das Meer, was in ihm steckt: Gute Welle, unzählige Surfer mit beseeltem Blick. Ach, ach, ach…

 

 

Ganz gemütlich schieben wir bei wiederum bedecktem Himmel und knapp 20 Grad über Landstraßen, später ein Stück Autobahn quer durch die Bretagne in deren Hauptstadt: Rennes.

 

Auf den ersten Blick wird klar, dass wir in einer Universitätsstadt gelandet sind: viel fröhliches junges Volk hinter der atemberaubend schönen Kathedrale, der wir fast eine halbe Stunde widmen. Sehenswert!

 

Aber auch die Gassen mit ihren windschiefen Häusern, zum Teil aus Lehm, zum Teil mit Fachwerk erhalten, lohnen den Besuch. Hier tummelt sich da studentische Völkchen; Touristen sind in dieser Jahreszeit weniger zu sehen. Wir nehmen Abschied von der Bretagne mit rustikalen Crêpes und einem Tässchen Cidre und machen uns auf den weiteren Weg.

 

Mr. Xie hat einen Stopp in Vitré empfohlen, sozusagen dem letzten Ort vor der Grenze zur Normandie. Auch wenn wir erst einmal völlig dämlich durch die Stadt irren, finden wir den mittelalterlichen Trutz natürlich letztlich. Doll, wuchtig, unter den düsteren Wolken fast ein bisschen beängstigend.

 

Das ficht uns natürlich alles nicht: Wir gucken, genießen und hauen ab. Auf schnurgerader Straße geht es nach Alençon. Da haben wir uns ein fürchterliches Hotel mit noch fürchterlicherem Restaurant nebenan ausgesucht, um rechtzeitig vor den ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl über eine abenteuerliche Juan-iphone-Strom-TV-Konstruktion live verfolgen zu können, was sich in Berlin und im Land tut. Das ist so ermüdend, dass wir noch vor den vorläufigen Endergebnisse wegnicken und nur deshalb ständig aufwachen, weil ein schlimm hustender Nachbar vor der Tür qualmt, ein anderer offenbar feststellen will, bis zu welchem Knall die Tür belastbar ist.  Begleitet wird das Ganze vom Konzert einer vielbefahrenen Route Nationale. Wieder dazugelernt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *