Viel Vitamin D

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Morgens kurz nach sechs haben wir 14 Grad in Monte Gordo in Portugal. Kein Grund, sich in Sicherheit zu wiegen: das wird noch wärmer! Und sowieso muss ja kein Mensch zu dieser Zeit aufstehen. Erst einmal einen Kaffee und die virtuellen Tageszeitungen.

 

Dann geht es aber doch bald in den Tag. Vorbei am Pool und direkt auf die hölzerne Promenade nach rechts. Die Portugiesen haben hier viel richtig gemacht. Die Sanddünen werden geschützt, die Touristen davon abgehalten, willfährig durch die Natur zu latschen. An den Stegen gibt es Bars mit Toiletten, Duschen. Wir laufen die Promenade in Rechtsrichtung bis zum Ende, vielleicht drei Kilometer. Kurz davor sehen wir einen Haufen Buntes: Was mag das denn sein? Marathonläufer kurz vor der Start? Mitnichten! Weil es in Monte Gordo keinen Hafen gibt, haben sich die Fischer ein Äquivalent auf den Strand gebaut. Netze, Reusen, kleine Boote, dazwischen Schiffer, die ihr Werkzeug klar machen. Sehr speziell, sehr interessant!

 

Interessant ist auch der kleine Ort, der nicht nur touristisch auf dem Reissbrett entworfen wurde. Wir entdecken nach einem kleinen Frühstück in einer der zahlreichen Bars sogar eine Markthalle. Naja, Halle ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber immerhin… Dafür sehen wir viele, interessante Restaurants und Bars: hierher werden wir zurückkommen – der Abend ist gerettet!

 

Wir gucken noch durch die engen Strassen mit weissen Häusern, bevor wir mit einem Stop im Supermarkt fürs Frühstück wieder im Apartment landen. Am Nachmittag widmen wir uns bei knapp 30 Grad und leichtem, warmem Wind der Speicherungs unseres Vitamin D-Vorrats: Liegen direkt am Wasser unterm Schirm (kosten 8 Euro) im Puderzuckerstrand. Das ist schon sehr, sehr schön! Der Strand ist mindestens so spektakulär wie Fort Myers, die Liegen und der Schatten klar besser. Es hat ein bisschen was vom Paradies. Nur der Atlantik gibt sich mit 16, 17 Grad eisig. Kurz mal die Füsse baden, zu mehr haben wir wie alle anderen keine Lust. Erstaunlich ist trotz des Mangels an Schwimmern die Sicherheit: Alle 300 Meter wacht ein Dreierteam von Lifeguards über den Strand.

 

Am frühen Abend planen wie das Dinner im Ort, vorher aber gibt es noch einen hervorragenden Caipirinha in der Happy Hour des Hotels. Für zusammen 6 Euro mehr als ein leckeres Schnäppchen!

 

Über die Holzpfade (ginge auch über die Strasse, aber: Warum?) kommen wir wieder in den Ort. In einer Art Fussgängerzone reiht sich Restaurant an Restaurant. Das Restaurant mit den meisten Gästen wird auch unseres. Reizender Service, knackfrische Dorade und Garnelen, dazu eiskalter Vinho verde. Ach, schön…

 

Tatsächlich schaffen wir noch einen Grand Marnier auf Eis als Absacker in der Bar unseres Etablissements. Vor der Live music treten wir die Flucht an, gucken im Fernsehen noch die „heute show“ und kommen nicht umhin, den Disco Sounds aus der Bar zuzuhören. Jo, sie feiern eben gern… 

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