Ronda – Motril: Ein toller Weg

Reisetag. Die Sachen sind schnell zusammengeworfen, ein Kaffee auf der Plaza ruckzuck in der Sonne getrunken.

Dem Navi wird Marbella eingebleut, allerdings unter Vermeidung von Autobahnen.

Die Strecke ist nichts für Angsthasen: enge Kurven, die hoch in den Bergen vorsichtshalber auch schon mal mit Spiegeln versehen sind, falls es in der Enge auch noch Gegenverkehr gibt. Aber: Jeder der rund 100 Kilometer lohnt sich. Die Oliven, Ziegen und Orangen, die berühmten weissen Dörfer, die manchmal brachial an die Felsen geklatscht wirken, grosse Panoramen und kleine Fincas.

Angetan von so viel grandioser Natur laufen wir nur kurz in Marbella, in Puerto Banuz ein. Wieder einmal stellen wir fest: Nix für uns. Zwar soll die Altstadt von Marbella ganz hübsch sein, aber auch das werden wir nicht erfahren. Gunilla Bismarck und Co. müssen auch weiterhin ohne uns auskommen und dem Treiben der High Society längst vergangener Tage nachtrauern.

Stattdessen versuchen wir die Küstenstrasse. Schon vor Torremolinos (Michener hätte den Nerv auch nicht mehr, lebte er noch) biegen wir zurück auf die Autobahn. Auch deshalb, weil wir überhaupt keine Lust auf Malaga haben.

Kaum ein Küstenort Richtung Almeria verdient ein Huch-und-Hach.

La Herradura ist noch ganz putzig, aber dermaßen von einem Gassenwirrwarr durchzogen, dass wir zweimal den Berg rauf, zweimal runter und weg aus der Stadt fahren. Um dann weiter entlang der Costa del Sol zu kriechen: Es ist relativ viel los, hinzu kommen neben den zahlreichen Kreisverkehren zahllose sleeping policemen.

Wo haben wir Gutes über Motril gelesen? Es fällt uns einfach nicht ein. Und je weiter wir uns an Strand und Industriehafen umsehen, umso weniger. Die Fähre nach Tanger wollen wir diesmal nicht nehmen. Dennoch buchen wir uns für eine Nacht ins Hotel Elba ein, werden schnell noch einen Bissen essen und dann sicherlich gut schlafen. Und fit sein für die Weiterfahrt morgen nach Norden. Ein Blick auf die Karte verrät, dass wir breitengradmässig noch südlich von Lagos liegen. Aber nicht mehr lange…

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