Nach Andalusien!

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Perfekte Reisetemperatur mit 22 Grad gegen zehn in Peñiscola. Wir verlassen das Grand Hotel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das eine lacht, weil wir von der Massenabfertigung und den Buffets schon am zweiten Tag die Nase voll haben, das andere weint, weil unser Zimmer mit Blick aufs Meer wirklich perfekt ist.

 

Um nach Süden ein bisschen voranzukommen, nehmen wir Richtung Almeria erst einmal die Autobahn. Bis Valencia kostet uns der Trip 14,70 Euro Maut, danach ist die Strecke südwärts über die A7, die Autovia del Mediterráneo, kostenlos. Im Prinzip ist an diesem Sonnabend wenig los auf den Strassen. Um Valencia wird es ein bisschen ruppiger mit vielen Trucks. Aber die Spanier sind nicht ganz so gaga wie die Franzosen, also kommen wir gut voran.

Das landschaftliche Szenario wechselt von Stunde zu Stunde. Wir fahren durch fruchtbare Obstgärten, aber auch durch hügelige Landschaften, in denen so mancher Italo-Western gedreht wurde. Ein Stopp zum Tanken und für einen Kaffee führt uns an einen Ort, der auch irgendwo in den Americas sein könnte. Auffällig ist die Freundlichkeit der Leute. Und das Klima. Bei Murcia haben wir die 30-Grad-Marke längst überschritten, fahren durch die hügelige Welt bei bis zu 35,5 Grad. Puh! Das ist dann doch schon puschelig warm!

 

Unser Ziel ist irgendwo bei Almeria, aber wir wollen vorher wieder an die Küste. Deshalb biegen wir bei Vera, das liegt schon in Andalusien, ab und kommen ein paar Kilometer weiter endlich wieder ans Meer. Probieren wir mal Garrucha… Ganz nett, aber nichts, um wirklich zu bremsen.

 

Nach über 500 Kilometern Fahrt haben wir Lust auf Ruhe und Meer und Sonne und Weisswein. Wer hat denn je von Mojácar gehört? Offenbar viele spanische Touristen – und jetzt auch wir. Es gibt ein paar grössere Hotels, viele Apartments und dann sehen wir das „Hotel Continental“. Unaufgeregt, aber die Füsse fast im Wasser. Das wird für diese Nacht für 70 Euro inkl. Frühstück unseres! Auf der Terrasse direkt am Meer gibt es erst einmal einen eiskalten Weisswein, etwas später ein Dinner drei Minuten nördlich zu Fuss entfernt im „La Cometa“, auch direkt am Meer. Eine Sekunde haben wir gezögert, weil direkt gegenüber ein Argentinier sein gastronomisches Glück versucht. Empanadas und Choripan, ein gegrilltes Würstchen im Brötchen – da kann man schon mal schwach werden. Wir aber nicht, weil wir am Wasser sitzen wollen.

 

Das „Cometa“ ist genau das, was wir uns so vorgestellt haben. Es gibt ein Abendmenü für 14 Euro: Juan isst nach einem Risotto Fisch, ich nach einem gemischten Salat Huhn. Sogar ein Viertel Wein und Dessert oder Kaffee sind im Preis enthalten. Mannomann, es geht uns schon richtig gut. Wir essen gut, trinken feine Weine und geniessen es einfach, hier zu sein. Morgen? Mal sehen…

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Kommentare (2)

  1. Jutta

    Cabo de gata…ist unser Lieblingsplatz in der Gegend. Sehr gemütlich. Weiterhin viel Spaß!

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    1. admin (Beitrag Autor)

      da sind wir heute ein bisschen herumgekurvt- sehr schön!

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