Kaum erhöhter Pulsschlag

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Langsam spürt man, dass mehr Leute in den schönen Badeort Mielno kommen. Aber offenbar kaum jemand, der in Hotels arbeiten will: Unser Zimmer bleibt ungemacht, Nach viermaligem Nachfragen gibt es zwei Handtücher- „Mehr haben wir nicht.“ Die Managerin des „Molo Park“ ist nicht mehr im Haus, kommt morgen gegen neun. Oder zehn. Vermutlich ist die mit der Hausdame shoppen. Wenn ich morgen eine entsprechende Laune habe, schnappe ich sie mir wohl mal…

 

Aber richtig sauer werden wir nicht, das ficht uns alles nicht. Die Sonne scheint, es ist ein bisschen windig – perfektes Wetter für unseren letzten Tag in Mielno. Wir laufen die gesamte Strandpromenade bis in die Ortsmitte, freuen uns über einen Modetrend: Wer „in“ ist, trägt Puschelpuschen. Pantoletten im Doris-Day-Stil mit dickem Fell. Das braucht man auch für unseren zarten Spott…

 

Mittags im Hotel ergreifen wir bald wieder die Flucht – no house keeping. Gemütliches Bierchen mit Blick aufs Meer in der Taverna Pirat. Wir sind umgeben von  einem Sound aus ganz, ganz vielen Konsonanten, die dem Meeresrauschen Konkurrenz machen wollen. Polnisch ist keine einfache Sprache!

 

Noch ein paar Kilometerchen den See entlang. Niedlich die Tretboote, die alten Autos nachempfunden sind.

Abendessen in einem unspektakulären Laden. Man muss sich hier ranhalten, Lange vor Sonnenuntergang schließen die meisten Restaurants: In Polen isst man früh zu Abend  – viele schon um fünf, die meisten um sechs. Das wär‘s ja  für rundere liebsten Hamburger Freunde.

 

Wir schlendern in die untergehende Sonne. Wie gesagt: Nix los. Puls um die 60. Das ist sehr schön so!

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